Rezepte, die satt machen: Gerichte unter 500 kcal

Kein einzelnes Rezept reicht allein zum Abnehmen: Entscheidend ist die Ausgewogenheit deiner gesamten Ernährung über die Zeit. Wie viel ein Gericht auf den Teller bringt, lässt sich messen: Die neun Gerichte unten wiegen 490 bis 885 g und kommen auf 350 bis 480 kcal pro Portion, Öl und Gemüse eingerechnet, alles geschätzt mit dem Bundeslebensmittelschlüssel.

Von der MacroRecipe-Redaktion · Aktualisiert am

Von der MacroRecipe-Redaktion geprüft. Mit Hilfe von KI-Werkzeugen geschrieben und gegengelesen. · Geprüft am

Gerichte, die satt machen, bringen für ihre Energie viel Gewicht auf den Teller: viel Gemüse, Brühe, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Quark oder Fisch statt viel Öl, Käse und Teig. Der Fachbegriff dafür ist Energiedichte, also die kcal pro Gramm Lebensmittel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schreibt dazu, dass eine niedrigere Energiedichte „sättigende Mengen“ bei vergleichsweise geringer Energiezufuhr erlaubt. Ob ein Teller bei dir tatsächlich lange vorhält, hängt von dir und deinem Tag ab; diese Seite zeigt, was auf dem Teller liegt, nicht, was in deinem Körper passiert. Die neun Gerichte unten wiegen 490 bis 885 g und haben geschätzt 350 bis 480 kcal pro Portion, berechnet mit dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) 4.0 des Max Rubner-Instituts.

Die meisten Sammlungen nennen pro Gericht eine Kalorienzahl und lassen offen, wie schwer der Teller ist. Hier steht beides nebeneinander, dazu jede Zutat in Gramm, sodass du eine Summe nachrechnen und eine Zeile ändern kannst. Drei Dinge bringt die Seite mit, die eine Liste nicht zeigt: eine Leiter mit 26 Lebensmitteln, sortiert nach Energiedichte, einen Vergleich, in dem dieselbe Nudel-Schüssel in vier Gemüse-Stufen von 405 auf 795 g wächst, und eine Öl-Rechnung, die zeigt, wie ein Esslöffel 400 g Gemüse verändert. Es sind einfache Alltagsgerichte, keine getesteten Restaurantrezepte; alle Nährwerte sind Schätzungen, die die MacroRecipe-Redaktion am 6. November 2026 berechnet hat. Salz, Gewürze, Essig, Senf und Kräuter zum Abschmecken sind nicht mitgerechnet.

Neun Gerichte unter 500 kcal, die viel auf den Teller bringen

Jede Zeile ist eine Portion: ein Teller oder eine Schale für eine Person. Gekochte Zutaten wiegst du gekocht, so wie sie auf dem Teller liegen; Gemüse, das im BLS als roh geführt ist, wiegst du roh; Linsen aus der Dose wiegst du abgetropft. Kalorien, Protein, Kohlenhydrate, Fett und Ballaststoffe sind BLS-Werte, Zutat für Zutat addiert (geschätzt). Die kcal pro Gramm sind die Energie des Gerichts geteilt durch sein Gewicht (berechnet); die letzte Spalte dreht das um: wie viele Gramm Essen auf 100 kcal kommen. Wenn du die gerundeten Zeilen von Hand addierst, kann das Ergebnis um 1 abweichen, denn wir addieren vor dem Runden.

Neun Gerichte unter 500 kcal pro Portion, mit Gewicht auf dem Teller: Summen aus BLS-Werten, Öl und Gemüse eingerechnet (geschätzt)
GerichtAuf dem Teller (Gramm)Gewicht (g)kcalProtein (g)Kohlenhydrate (g)Fett (g)Ballaststoffe (g)kcal pro gg Essen pro 100 kcal
Hähnchen-Kohlrabi-Pfanne mit Naturreis110 g Hähnchenbrustfilet (gebraten), 250 g Kohlrabi (roh), 100 g Champignons (roh), 100 g Paprika rot (roh), 100 g Naturreis (gekocht), 5 g Rapsöl (1 TL)6654654845990,70143
Kohlpfanne mit Tofu und Pellkartoffeln150 g Tofu, 300 g Weißkohl (roh), 100 g Möhre (roh), 60 g Zwiebel (roh), 150 g Pellkartoffeln, 5 g Rapsöl (1 TL)765480324415170,63159
Linsensuppe mit Gemüse und Vollkornbrot150 g Linsen (Dose, abgetropft), 300 g Gemüsebrühe (zubereitet), 100 g Möhre (roh), 80 g Knollensellerie (roh), 100 g Pellkartoffeln, 50 g Zwiebel (roh), 40 g Roggenvollkornbrot, 5 g Rapsöl (1 TL)82546521638240,56178
Kabeljau mit Blumenkohl, Brokkoli und Pellkartoffeln150 g Kabeljau (pochiert), 250 g Blumenkohl (gekocht), 100 g Brokkoli (gekocht), 150 g Pellkartoffeln, 5 g Rapsöl (1 TL)655381343610110,58172
Großer Salatteller mit Thunfisch und Ei100 g Thunfisch im eigenen Saft (abgetropft), 55 g Ei (gekocht), 150 g Eisbergsalat (roh), 150 g Gurke (roh), 150 g Tomate (roh), 50 g Radieschen (roh), 40 g Roggenvollkornbrot, 5 g Rapsöl (1 TL)700385382512110,55182
Hüttenkäse-Gemüseteller mit Vollkornbrot150 g körniger Frischkäse, 200 g Gurke (roh), 150 g Tomate (roh), 100 g Radieschen (roh), 10 g Schnittlauch (roh), 80 g Roggenvollkornbrot69035027424130,51197
Zucchini-Tomaten-Pfanne mit Ei110 g Ei (gekocht), 300 g Zucchini (roh), 250 g Tomaten (geschält, Dose), 80 g Zwiebel (roh), 100 g Paprika rot (roh), 40 g Roggenvollkornbrot, 5 g Rapsöl (1 TL)885470274118130,53188
Nudel-Schüssel mit Hähnchen, Zucchini und Brokkoli100 g Hähnchenbrustfilet (gebraten), 100 g Tomaten (geschält, Dose), 5 g Rapsöl (1 TL), 70 g Nudeln (gekocht), 195 g Zucchini (roh), 195 g Brokkoli (gekocht)6654224634990,64157
Magerquark mit Erdbeeren und Haferflocken200 g Magerquark, 250 g Erdbeeren (roh), 30 g Haferflocken, 10 g Walnüsse49040431381090,82121
Neun Gerichte zusammen6.3403.821304368971160,60166

Im Schnitt wiegt ein Gericht etwa 704 g und kommt auf etwa 425 kcal, 34 g Protein, 41 g Kohlenhydrate, 11 g Fett und 13 g Ballaststoffe (geschätzt, aus den Summen berechnet). Am meisten Essen pro Kalorie liefert der Hüttenkäse-Gemüseteller mit 197 g auf 100 kcal, weil Gurke, Tomate und Radieschen zusammen 450 g wiegen. Am kompaktesten ist der Magerquark mit Erdbeeren, weil Haferflocken, Quark und Walnüsse mehr Energie pro Gramm mitbringen als Gemüse: 121 g auf 100 kcal. Der größte Teller ist die Zucchini-Tomaten-Pfanne mit 885 g, der kleinste der Quark mit 490 g. Nichts davon ist eine Regel: Ein Frühstück mit 0,82 kcal pro g kann genau das sein, was zu deinem Morgen passt, und eine Suppe mit 0,56 kcal pro g ist nicht automatisch die bessere Wahl.

Alle neun Gerichte liegen mit 20 bis 150 kcal Abstand unter der Marke von 500. Das ist Absicht: Gewichte schwanken, Sorten unterscheiden sich, und ein Teller, der auf dem Papier bei 498 kcal landet, landet in der Küche leicht bei 540 (geschätzt). Mindestens 18 % der Energie stammen bei jedem Gericht aus Protein, bei den Hähnchen-Gerichten sind es bis zu 44 % (geschätzt, Protein × 4 / kcal). Die Ballaststoffe reichen von 9 g (Hähnchen-Kohlrabi-Pfanne, Nudel-Schüssel und Magerquark mit Erdbeeren) bis 24 g bei der Linsensuppe; wer sonst wenig davon isst, steigert die Menge besser langsam und trinkt dazu ausreichend.

Wenn dich vor allem die Kalorien-Obergrenze interessiert, findest du zehn weitere Teller mit BLS-Werten bei den Rezepten unter 500 kcal; wer nach möglichst viel Eiweiß pro Kalorie sucht, ist bei viel Protein pro 100 kcal besser aufgehoben.

Die Energiedichte-Leiter: warum Gurke und Öl so verschieden wiegen

Die Teller funktionieren, weil Lebensmittel pro Gramm sehr unterschiedlich viel Energie enthalten. Die DGE definiert die Energiedichte als den Energiegehalt pro Gewichtseinheit und nennt als Haupttreiber den Gehalt an Wasser und an Fett mit 9 kcal pro Gramm; Kohlenhydrate und Eiweiß (je 4 kcal pro Gramm) spielen eine kleinere Rolle. Die folgende Tabelle ordnet 26 Lebensmittel nach ihrer Energiedichte, vom wasserreichsten zum fettreichsten, mit den BLS-Werten pro 100 g (geschätzt): kcal, kcal pro g, Wasser, Ballaststoffe und die Gramm, die ein Lebensmittel für 100 kcal wiegt (berechnet).

Energiedichte von 26 Lebensmitteln nach BLS 4.0: pro 100 g, mit Gramm Essen pro 100 kcal (geschätzt, berechnet)
Lebensmittel (pro 100 g)kcalkcal pro gWasser (g)Ballaststoffe (g)g Essen pro 100 kcal
Gemüsebrühe40,04980,02.500
Eisbergsalat, roh150,15961,8667
Gurke, roh160,16970,9625
Radieschen, roh180,18941,5556
Spinat, roh180,18921,8556
Kopfsalat, roh180,18951,4556
Zucchini, roh220,22961,1455
Tomate, roh220,22941,3455
Champignons, roh280,28911,9357
Kohlrabi, roh280,28921,5357
Weißkohl, roh320,32923,0313
Wassermelone, roh350,35930,2286
Blumenkohl, gekocht370,37932,4270
Erdbeeren, roh380,38902,0263
Apfel, roh580,58842,3172
Magerquark660,66820,0152
Kabeljau, pochiert690,69830,0145
Pellkartoffeln710,71821,7141
Linsen, Dose, abgetropft1191,19697,484
Naturreis, gekocht1281,28711,478
Hähnchenbrustfilet, gebraten1441,44660,069
Nudeln, gekocht1461,46621,568
Roggenvollkornbrot1931,93469,652
Gouda, 48 % Fett i. Tr.3793,79400,026
Walnüsse7217,2140,014
Rapsöl9009,0000,011

Damit der Abstand greifbar wird, hier das Gewicht von 500 kcal eines einzelnen Lebensmittels (berechnet aus der Tabelle): etwa 56 g Rapsöl, 69 g Walnüsse, 132 g Gouda, 342 g gekochte Nudeln, 347 g gebratenes Hähnchenbrustfilet, 725 g pochierter Kabeljau, 1.316 g Erdbeeren, 2.273 g rohe Zucchini und 3.125 g rohe Gurke. Niemand isst über drei Kilo Gurke, und ein Teller nur aus Gurke ist keine Mahlzeit. Es kommt auf die Mischung an: Die DGE beschreibt, dass Lebensmittel mit niedriger Energiedichte häufig viel Wasser und Ballaststoffe enthalten und dass die meisten naturbelassenen pflanzlichen Lebensmittel, außer Ölen und Nüssen, eine niedrige Energiedichte haben.

Und somit erlaubt eine niedrigere Energiedichte der Lebensmittel „sättigende Mengen“ bei vergleichsweise geringer Energiezufuhr zu essen.

Zwei Zeilen lohnen einen zweiten Blick. Pellkartoffeln kommen im BLS auf 71 kcal pro 100 g und bestehen zu 81,5 % aus Wasser, gekochte Nudeln auf 146 kcal bei 61,6 % Wasser (geschätzt). Wer 250 g Kartoffeln isst, liegt also bei etwa 178 kcal, bei 250 g Nudeln wären es 365 kcal. Das Wasser, das die Beilage beim Garen aufnimmt, macht den Unterschied zwischen einer dichten und einer voluminösen Beilage, und deshalb sind rohe und gekochte Gewichte nicht austauschbar (mehr dazu unter roh oder gekocht wiegen). Außerdem unterscheiden sich Tabellen: Die DGE nennt für 150 kcal sechs Möhren (450 g); mit dem BLS-Wert von 40 kcal pro 100 g, den wir verwenden, wären es etwa 375 g. Sorte, Reife und Tabelle verschieben die Zahl, deshalb ist jede Angabe auf dieser Seite eine Schätzung.

Dieselbe Schüssel in vier Gemüse-Stufen

Um den Effekt zu isolieren, haben wir eine Nudel-Schüssel viermal gebaut. In jeder Version liegen 100 g gebratenes Hähnchenbrustfilet, 100 g Dosentomaten und 1 TL (5 g) Rapsöl. Nur das Verhältnis von gekochten Nudeln zu einer Mischung aus je der Hälfte roher Zucchini und gekochtem Brokkoli ändert sich: Mit jeder Stufe wandern 40 g Nudeln vom Teller und 170 g Gemüse kommen dazu (geschätzt mit dem BLS 4.0).

Eine Nudel-Schüssel mit Hähnchen in vier Gemüse-Stufen, je 100 g Hähnchen, 100 g Dosentomaten und 1 TL Rapsöl (geschätzt)
VersionNudeln (g)Zucchini und Brokkoli (g)Gewicht (g)kcalProtein (g)Kohlenhydrate (g)Fett (g)Ballaststoffe (g)kcal pro gg Essen pro 100 kcal
A: nudellastig150504054464248841,1091
B: ausgewogen1102205354344441970,81123
C: gemüsebetont703906654224634990,64157
D: gemüsereich30560795411482710120,52194

Von A nach D wächst der Teller von 405 auf 795 g (berechnet, plus 96 %), während die kcal von 446 auf 411 sinken und die Ballaststoffe von 4 auf 12 g steigen (geschätzt). Das Protein steigt leicht von 42 auf 48 g, weil Brokkoli und Zucchini ein wenig davon mitbringen. Die Energiedichte fällt von 1,10 auf 0,52 kcal pro g. Version D ist viel Gemüse für eine Mahlzeit, und manche empfinden sie als zu viel Volumen oder zu wenig Beilage. Die Kohlenhydrate sinken von 48 auf 27 g; ob das zu deinem Tag und deinem Training passt, kann eine Ernährungsfachkraft besser beantworten als eine Tabelle.

Der Vergleich zeigt auch eine Grenze: Pro Stufe sparst du nur etwa 12 kcal, denn die Nudeln sind hier nicht die Hauptenergiequelle, das sind Hähnchen und Öl. Volumen ist ein Werkzeug, um eine bestimmte Energiemenge nach mehr Essen aussehen zu lassen, kein Mittel, um den Teller zu halbieren.

Das Öl: ein Esslöffel hebt 400 g Gemüse von 111 auf 201 kcal

Fett ist der energiereichste Nährstoff, und in einem gemüselastigen Gericht ist das Öl der größte Hebel. Die Rechnung nimmt 400 g Gemüse (150 g rohe Zucchini, 150 g gekochten Brokkoli und 100 g rohe Champignons) und gibt Rapsöl dazu. Rapsöl hat im BLS 900 kcal pro 100 g (geschätzt), das sind etwa 45 kcal pro Teelöffel zu 5 g und 90 kcal pro Esslöffel zu 10 g.

400 g Gemüse mit vier Mengen Rapsöl (BLS 4.0, geschätzt)
Rapsöl dazuGewicht (g)kcalFett (g)kcal pro gg Essen pro 100 kcal
Kein Öl (beschichtete Pfanne)40011110,28362
1 Teelöffel (5 g)40515660,38260
1 Esslöffel (10 g)410201110,49204
2 Esslöffel (20 g)420291210,69145

Das Gemüse allein hat etwa 111 kcal. Ein Teelöffel Öl bringt es auf 156, ein Esslöffel auf 201 und zwei Esslöffel auf 291 kcal (geschätzt), während sich das Gewicht des Tellers kaum ändert: von 400 auf 420 g. Die Energiedichte steigt von 0,28 auf 0,69 kcal pro g (berechnet). Die DGE weist darauf hin, dass auch die Zubereitung den Energiegehalt einer Mahlzeit verändert:

Auch die Art der Zubereitung kann den Energiegehalt einer Mahlzeit erheblich verändern: Panade saugt Fett auf; Sahnesoße, Käsefüllung und Speckmantel sind ebenfalls fett- und damit kalorienreich.

Das heißt nicht, dass du auf Öl verzichten musst. Die Verbraucherzentrale rät, pflanzliche Öle wie Raps- oder Olivenöl zu bevorzugen und sparsam zu verwenden. Sparsam geht am besten mit einem Messlöffel statt mit dem Schuss aus der Flasche, der schnell zwei Esslöffel sind. Jedes der neun Gerichte oben zählt sein Öl mit: ein Teelöffel oder keines.

Was Studien zu Volumen und Sättigung sagen

Die Studienlage zu dieser Idee ist belastbar, aber enger, als viele Artikel nahelegen. In einer randomisierten Crossover-Studie, die 2004 im Journal of the American Dietetic Association erschien, aßen 42 Frauen sieben Wochen lang einmal pro Woche im Labor zuerst einen Pflichtsalat und danach so viel Nudeln, wie sie wollten. Die Salate unterschieden sich in der Energiedichte (0,33, 0,67 oder 1,33 kcal pro g) und in der Portionsgröße (150 oder 300 g). Gegenüber dem Mittagessen ohne Vorspeise senkten die Salate mit niedriger Energiedichte die Energiezufuhr der Mahlzeit um 7 % (kleine Portion) und 12 % (große Portion); die Salate mit hoher Energiedichte steigerten sie um 8 % und 17 %. Bei zwei Salaten mit gleichen Kalorien führte die größere Portion des Salats mit der niedrigeren Energiedichte dazu, dass weniger gegessen wurde (Rolls, Roe und Meengs).

Das war ein einzelnes Mittagessen im Labor mit 42 Frauen. Die Studie zeigt, dass die Energiedichte einer Vorspeise beeinflusst, wie viel Menschen bei dieser einen Mahlzeit essen. Wie es über Monate in der eigenen Küche aussieht, zeigt sie nicht, und das behaupten wir auch nicht. Die DGE fasst in ihrer Fachinformation zusammen, dass die Gesamtmenge an verzehrter Nahrung eine konstantere Größe für die Sättigung sei als die zugeführte Energie, und verweist dabei auf Laborstudien und eine Meta-Analyse. Auch das beschreibt einen Zusammenhang in Gruppen; wie satt du nach welchem Teller bist, ist eine persönliche Frage, die von Schlaf, Stress, Bewegung und Gewohnheit mitbestimmt wird.

Wichtig ist deshalb die Reihenfolge der Fragen: Zuerst kommt, wie viel Energie du über den Tag brauchst (geschätzt), dann, wie du sie auf Mahlzeiten verteilst, und erst danach, wie groß der einzelne Teller aussieht. Ein Teller unter 500 kcal (geschätzt) ist für viele Menschen eine passende Größe für ein Hauptgericht und für andere, etwa bei viel Bewegung, deutlich zu wenig.

Wenn du abnehmen möchtest

Ein sättigender Teller ist nur eine Art, den Tag zu planen. Die Verbraucherzentrale beschreibt das Prinzip so:

Ihr Körper verliert an Gewicht, wenn Sie über einen längeren Zeitraum weniger Energie (Kalorien) aufnehmen, als Sie verbrauchen. Das nennt man Kaloriendefizit.

Wie groß dieses Defizit sein sollte, hängt von dir ab: Sprich darüber mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft. Die 500 kcal in der Überschrift sind eine geschätzte Obergrenze für einen Teller, kein Ziel für deine Mahlzeiten. Die Verbraucherzentrale schreibt außerdem, genaues Kalorienzählen sei nicht notwendig, ein grobes Gefühl für kalorienreiche und kalorienarme Lebensmittel helfe aber, bewusster zu essen. Eine Mahlzeit auszulassen, um Kalorien zu sparen, empfiehlt sie nicht: „Essen Sie regelmäßig und lassen Sie keine Mahlzeiten aus.“ Gemüse und Obst sollen nach ihrem Rat die Basis des Speiseplans bilden, ergänzt durch Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, und den größten Teil der Mahlzeiten ausmachen.

Die neun Gerichte folgen dieser Richtung: viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Quark und Fisch statt Fertigsaucen, Panade und Sahne. Wie du aus deinem Tagesbedarf eigene Makrowerte ableitest, steht bei Makros berechnen. Wenn du eine Essstörung hast oder hattest, sind Kalorien- und Gramm-Zählen vermutlich nicht das Richtige für dich. Das Gleiche gilt, wenn du unter 18 bist, schwanger bist oder stillst, Diabetes hast, Medikamente nimmst (auch GLP-1-Präparate) oder dein BMI unter 18,5 liegt: Sprich vorher mit einer Fachperson. Information und Beratung bei Essstörungen findest du über den Link im Hinweis unter dem Titel.

Eine Woche mit sättigenden Gerichten planen

Die neun Gerichte haben eine gemeinsame Bauweise: ein Eiweißlieferant (Hähnchen, Kabeljau, Thunfisch, Ei, Quark, Hüttenkäse, Tofu oder Linsen), ein wasserreiches Gemüse (Kohlrabi, Weißkohl, Zucchini, Gurke, Tomate, Blumenkohl), eine abgewogene Beilage und höchstens ein Teelöffel Öl. Kohlpfanne, Linsensuppe und Zucchini-Tomaten-Pfanne halten sich gut gekühlt ein bis zwei Tage und lassen sich aufwärmen; der Salatteller und der Hüttenkäse-Teller brauchen nur Schneiden und eignen sich als Abendbrot, die Hähnchen-Gerichte und der Kabeljau kochst du am besten frisch. Wie du Behälter, Lagerung und Reihenfolge organisierst, steht im Meal-Prep-Wochenplan, und was du dafür einkaufst, in der Einkaufsliste zum Wochenplan.

Willst du den Teller kleiner, setzen die Rezepte unter 300 kcal die geschätzte Obergrenze tiefer, und das Abendbrot unter 400 kcal zeigt kalte Gerichte, die ohne Kochen auf dem Tisch stehen. Wie du eine ganze Woche vorausplanst, beschreibt der Wochenplan fürs Essen. Und behalte das Maß im Blick: Ein großer Gemüseteller ist eine Art zu essen, die vielen schmeckt, aber er ersetzt nicht die Frage, ob du über den Tag genug isst.

Die Grenzen dieser Seite sind klar: Wir haben die Gerichte nicht in einer Küche gekocht und nicht auf einer Waage gewogen, sondern BLS-Werte addiert, die ein durchschnittliches Lebensmittel beschreiben und nicht deine Marke Dosentomaten oder dein Stück Fisch. Salz, Gewürze und Saucen sind nicht gezählt, und Öl nur in der gezeigten Menge. Nichts davon ist eine Verordnung.

Wochenmenüs, die dir MacroRecipe zusammenstellt

Sechs Zutaten pro Abend zu wiegen, ist für ein Experiment in Ordnung und als Routine mühsam. MacroRecipe stellt deine Wochenmenüs nach deinen Makros und dem Ziel zusammen, das du wählst, mit Einkaufsliste. Die App passt die Portionen so an, dass die geschätzten Kalorien und das Protein nah an deinen Zielen liegen, und zeigt dir jede Abweichung. Sie rechnet mit Zutatendaten aus USDA und CIQUAL, nicht mit dem BLS; ähnliche Gerichte können dort deshalb leicht andere geschätzte Werte haben.

MacroRecipe gibt es nur für iPhone. Die Vorschau deines ersten Menüs kostet nichts; danach folgt ein Abo, das sich automatisch verlängert. Mit dem Abo kannst du außerdem ein Gericht fotografieren, das du woanders gegessen hast: Die App schätzt seine Makros und trägt sie für diesen Tag ein, ein vollständiges Ernährungstagebuch ist sie nicht.

So haben wir gerechnet

Für jede Zutat haben wir ein Gewicht in Gramm festgelegt und mit ihrem Wert pro 100 g essbaren Anteil aus dem BLS 4.0 multipliziert, der nationalen Nährstoffdatenbank des Max Rubner-Instituts (Datendatei Stand Dezember 2025). Die Werte haben wir am 6. November 2026 auf blsdb.de zu jedem Eintrag abgelesen. Dann haben wir pro Portion addiert und gerundet. Im Einzelnen:

  • Energie: die kcal-Werte des BLS, Zutat für Zutat addiert. Der BLS berechnet sie mit den Atwater-Faktoren; wir haben nichts neu berechnet.
  • Gewicht des Tellers: die Summe der Zutatengewichte, gekochte Zutaten gekocht, rohe roh. Die Gemüsebrühe zählt als zubereitete Brühe (BLS-Eintrag Gemüsebrühe).
  • kcal pro g: kcal des Gerichts geteilt durch sein Gewicht; g Essen pro 100 kcal: Gewicht geteilt durch kcal mal 100, bei einem einzelnen Lebensmittel 10.000 geteilt durch kcal pro 100 g.
  • Protein-Anteil an der Energie: Gramm Protein mal 4 kcal, geteilt durch die kcal der Portion.
  • Kohlenhydrate: die verfügbaren Kohlenhydrate des BLS. Ballaststoffe: der BLS-Wert „Ballaststoffe, gesamt“.
  • Öl: 1 Teelöffel = 5 g, 1 Esslöffel = 10 g Rapsöl.
  • Werte unter der Nachweisgrenze zählen wir als 0. Nicht mitgerechnet: Salz, Pfeffer, Gewürze, Essig, Senf und Kräuter zum Abschmecken.
  • Rundung: Summen aus ungerundeten Werten, dann auf ganze Zahlen, kaufmännisch. Die Tabelle unten zeigt die BLS-Werte gerundet; eine Nachrechnung daraus kann um 1 abweichen.
  • Rechenbeispiel: Hähnchen-Kohlrabi-Pfanne mit Naturreis = 110 g × 144 / 100 (158,4) + 250 g × 28 / 100 (70,0) + 100 g × 28 / 100 (28,0) + 100 g × 36 / 100 (36,0) + 100 g × 128 / 100 (128,0) + 5 g × 900 / 100 (45,0) = 465,4, gezeigt als 465 kcal. Protein: 35,0 + 4,9 + 3,7 + 1,0 + 3,0 + 0,0 = 47,6, gezeigt als 48 g.
  • Neun Gerichte zusammen: 6.340,0 g, 3.821,5 kcal, 303,7 g Protein, 368,4 g Kohlenhydrate, 96,6 g Fett, 115,9 g Ballaststoffe (vor dem Runden addiert).
  • Grenzen: Sorte, Marke, Fettgehalt und Zubereitung verschieben die Werte. Wir haben nichts in einer Küche gewogen und an keiner Person gemessen.
Werte pro 100 g essbaren Anteil im BLS 4.0, Grundlage der geschätzten Werte dieser Seite
Lebensmittel (Name im BLS)BLS-CodekcalProtein (g)Kohlenhydrate (g)Fett (g)Ballaststoffe (g)Wasser (g)
Apfel rohF110100580,411,70,52,383,6
Blumenkohl gekochtG311132371,95,10,92,492,8
Broccoli gekochtG312132333,32,50,52,792,2
Champignon rohK701100283,72,90,31,990,9
Dorsch/Kabeljau, pochiertT2041326915,50,00,80,082,8
Eisbergsalat rohG103100150,81,60,21,896,0
Erdbeere rohF301100380,85,90,42,090,1
GemüsebrüheX41624340,30,50,10,098,0
Gemüsepaprika rot, rohG543100361,06,20,22,292,1
Gouda 48 % Fett i. Tr.M40260037922,50,031,60,040,2
Gurke rohG520100161,12,00,20,997,0
Hafer FlockenC13300034813,253,36,711,010,1
Hähnchen Brustfilet, gebraten ohne Fett (Ofen)V41616214431,90,01,90,065,6
Hühnerei gekochtE11113214414,10,39,60,075,4
Karotte/Möhre, rohG620100400,86,50,42,988,0
Kartoffel ungeschält, gekochtK120134711,813,60,61,781,5
Knollensellerie rohG660100301,62,80,34,290,4
Kohlrabi rohG331100281,93,90,21,591,6
Kopfsalat rohG105100181,51,70,21,495,4
Körniger FrischkäseM7111007311,83,01,20,082,7
Linse reif, Konserve, abgetropftH7309021199,015,40,77,468,9
Radieschen rohG691100181,12,30,11,594,1
Rapsöl/RübölQ1800009000,00,0100,00,00,0
Reis unpoliert, gekochtC3510321283,026,30,91,470,8
RoggenvollkornbrotB1210001936,032,51,89,646,4
Schnittlauch rohG081100292,61,50,72,683,3
Speisequark Magerstufe, MagerquarkM7131006611,93,70,20,081,6
Speisezwiebel rohG480100341,26,00,21,489,7
Spinat rohG211100182,10,90,31,891,7
Teigwaren eifrei, gekochtE4010321465,428,70,71,561,6
Thunfisch im eigenen Saft, Konserve, abgetropftT1219029522,90,00,40,074,6
TofuH86100011515,50,05,61,373,4
Tomate geschält, KonserveG568900241,23,30,30,994,0
Tomate rohG561100221,03,30,11,394,4
WalnussH12010072116,13,070,64,64,2
Wassermelone rohF535100350,67,00,40,292,6
Weißkohl rohG342100321,44,50,23,092,0
Zucchini rohG582100221,33,00,31,195,7

Häufige Fragen

Welche Gerichte machen satt und bleiben unter 500 kcal?

Gerichte mit viel Gemüse, Brühe, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Quark oder Fisch und wenig Öl, zum Beispiel Linsensuppe, Kohlpfanne mit Tofu oder Kabeljau mit Blumenkohl. Unsere neun Gerichte wiegen 490 bis 885 g bei 350 bis 480 kcal (geschätzt mit dem BLS 4.0), das sind 121 bis 197 g Essen pro 100 kcal.

Was ist Energiedichte?

Die kcal pro Gramm eines Lebensmittels. Die DGE definiert sie als Energiegehalt pro Gewichtseinheit; Wasser und Fett bestimmen sie am stärksten. Im BLS hat rohe Gurke etwa 0,16 kcal pro g und Rapsöl 9 kcal pro g, also rund 56-mal so viel (geschätzt).

Welche Lebensmittel haben die niedrigste Energiedichte?

Wasserreiche Gemüse und Salate: Eisbergsalat (0,15 kcal pro g), Gurke (0,16), Radieschen und Spinat (0,18), Zucchini und Tomate (0,22), dazu zubereitete Gemüsebrühe mit etwa 0,04 kcal pro g (geschätzt, BLS 4.0). 500 kcal reine Gurke wögen rund 3.125 g. Öl, Nüsse und Käse liegen weit darüber.

Macht mehr Gemüse auf dem Teller wirklich satter?

In einer Laborstudie mit 42 Frauen senkte ein Pflichtsalat mit niedriger Energiedichte die Energiezufuhr bei diesem einen Mittagessen um 7 bis 12 %. Das war eine Mahlzeit; was über Monate passiert, zeigt die Studie nicht. Wie satt du bist, hängt von dir ab, bei Fragen hilft eine Ernährungsfachkraft.

Wie viel verändert ein Esslöffel Öl?

In unserer Rechnung haben 400 g Gemüse etwa 111 kcal. Ein Esslöffel Rapsöl (10 g) macht daraus etwa 201, zwei Esslöffel etwa 291 kcal (geschätzt), bei fast gleichem Gewicht. Gemessen wird am besten mit dem Messlöffel, nicht mit dem Schuss aus der Flasche.

Sind 500 kcal für eine Mahlzeit genug?

Das hängt von deinem Tagesbedarf an Energie ab (geschätzt), der von Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht und Bewegung abhängt. Für manche ist es ein reichliches Hauptgericht, für andere deutlich zu wenig. Frag bei Unsicherheit oder Vorerkrankungen eine Ärztin, einen Arzt oder eine Ernährungsfachkraft.

Kann ein sättigender Teller vegetarisch sein?

Ja. Die Kohlpfanne mit Tofu hat geschätzt 480 kcal bei 765 g, die Linsensuppe 465 kcal bei 825 g, die Zucchini-Tomaten-Pfanne mit Ei 470 kcal bei 885 g. Auch der Hüttenkäse-Teller und der Quark mit Erdbeeren sind vegetarisch. Alle fünf kommen ohne Fleisch und Fisch aus, das eingesetzte Öl ist in den kcal-Werten mitgerechnet.

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Quellen

  1. Max Rubner-Institut (2025): Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0, Deutsche Nährstoffdatenbank, Werte pro 100 g nach BLS-Code, DOI 10.25826/Data20251217-134202-0, abgerufen am
  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Niedrige Energiedichte bei Lebensmitteln (Fachinformation, Stand: November 2014): Definition, Wasser und Fett, sättigende Mengen, abgerufen am
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Süßes, Salziges und Fettiges – besser stehen lassen (Energiedichte, Zubereitung), abgerufen am
  4. Verbraucherzentrale, Gewicht im Griff: Wie gelingt gesundes Abnehmen? (Stand: 17. September 2026), abgerufen am
  5. Rolls BJ, Roe LS, Meengs JS (2004): Salad and satiety: energy density and portion size of a first-course salad affect energy intake at lunch. Journal of the American Dietetic Association 104(10): 1570-1576 (PubMed-Zusammenfassung), abgerufen am
  6. MacroRecipe im App Store, abgerufen am

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